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Latente Übersäuerung

Latente Übersäuerung

Oberste Priorität in unserem Säure-Basen-Haushalt ist, dass unser Blut unter allen Umständen im basischen Bereich zwischen pH 7,35 und 7,45 bleibt. Dafür stehen unserem Organismus verschiedene Puffer- und Entsäuerungssysteme zur Verfügung. Diese haben jeweils spezifische Fähigkeiten, können also jeweils nur bestimmte Säuren und Schadstoffe verstoffwechseln. Aber ihre Kapazitäten sind mengemäßig begrenzt. Bei einer chronisch latenten Übersäuerung sind die Pufferkapazitäten unseres Blutes dauerhaft am Limit. Unsere Pufferkapazitäten haben sich im Laufe der Evolution aufgrund natürlicher Belastungen (z.B. übermäßige köperliche Belastung) entwickelt und sind mit den heute „normalen“ Säure- und Schadstoffmengen und -arten chronisch überlastet. Gleichzeitig sind auch die Entsäuerungs-, Entgiftungs- und Ausscheidungskapazitäten von Leber, Nieren, Darm, Lunge und der Haut mit diesen starken Säure- und Schadstoffbelastungen überfordert. Meist fehlen ihnen auch noch die Mineral- und Vitalstoffe für funktionsfähige Enzyme und sie werden in ihren Ausscheidungsfunktionen unterdrückt. Sollten auch die Pufferkapazitäten der Organe überlastet sein, kann unser Körper Säuren und Schadstoffe in das Bindegewebe speichern. Wie gesagt, unser Blut muss auch unter extremen Belastungen basisch bleiben.

Testmöglichkeiten:

Neben den Informationen, welche in der Anamnese gesammelt werden (Symptombeschreibungen, Ernährung, Bewegung, Stress, Verdauung…), bringen ein Darmcheck (Stuhluntersuchung auf pH Wert und Florastatus, Verdauungsrückstände, a-1-Antitrypsin, Calprotectin, Gallensäure, Pankreas-Elastase, sekretorisches IgA) und die Untersuchung des Blutes (Vollblutuntersuchung der Mineralstoffe, Vitaminstatus, Spurenelemente, Hormonhaushalt, Stoffwechselparameter, IgE Allergietests) wichtige Informationen, wie es um den Säure-Basen-Haushalt steht.

Therapie und Ausleiten des Säurestaus:

  1. Ausleitungswege öffnen
  2. Nierenstütze (Trinkkur, blutiges Schröpfen der Nierenzonen)
  3. Ausleiten der Säuren aus dem Blut (Aderlass, biochemische Entsäuerungskur)
  4. Ausleitung des Säurestaus aus dem Gewebe (alkalische Bäder, Massagen, Einreibungen, Sauna, Schröpfmassagen)
  5. Lösen der Säuren aus dem Pischinger Raum, also dem Interzellularsubstanz, die extrazelluläre Gewebsflüssigkeit, Blutkapillaren und vegetatives Nervenfasergeflecht (Milchsäure Infusionen)

Parallel zum Ausleiten müssen Maßnahmen zur Lebensstiländerungen angeleitet und umgesetzt werden. So ist eine erfolgreiche Entsäuerung möglich und dann heißt es: Power statt sauer!

Autor: Christian Stampfer